
Artikel über Osho Neo-Reiki von Himani (April 2002)
Meine Geschichte mit Reiki ist sehr eng verknüpft mit der inneren Geschich-te meiner selbst, mit der Geschichte meiner Menschwerdung.
Als ich in der Mitte meiner Dreißiger Jahre (d.h. um 1975) anfing zu suchen, war das Ziel meiner Suche „etwas“, wo ich ganz sein durfte und konnte. Ich dachte dabei erstmal an einen Ort, an eine Sache außerhalb von mir, wo ich mein Wissen, meine verschiedenen Begabungen und Fertigkeiten, sowie die Aspekte meiner Persönlichkeit ganzheitlich leben könnte. Bis dahin war mir dies nur in jeweils getrennten Bereichen und nur begrenzt möglich gewesen.
Zu jener Zeit hatte ich nicht erwartet oder auch nur geahnt, daß es für mich völlig neue Dimensionen zu erfahren gab. Ich begann mit Meditation im klassischen Sinn, d.h. Sitzen und den Atem beobachten, und brach ziemlich schnell in meine innere Welt ein, wo ich die Erinnerungen an meine frühe Kindheit im 2. Weltkrieg fand. Diese Lasten wollte ich loswerden. Zuerst half mir eine Gruppe mit Gestalttherapie, dann begegnete ich Osho, meinem Meister, und benutzte die von ihm für den heutigen Menschen entwickelten aktiven Meditationstechniken – sehr regelmäßig und langzeitig.
Anfangs war mein Weg wie eine Wanderung im Dunklen, über steinigen Hang aufwärts und wieder abwärts ins Tal durch bedrohlichen Wald und Dornengestrüpp bis ich allmählich wieder zur Quelle der Lebenswasser vordrang. Über die Jahre hinweg begann der Fluß des Lebens stärker zu werden, schneller zu fließen ... um eines Tages in den Ozean zu münden.
Ein hilfreicher Teil meines Prozesses damals war eine Reinkarnationsthera-pie, die mir half Zentnerlasten an Schuldgefühlen loszulassen und mich als Teil dieser Menschheit zu erfahren. Mir wurde auch Hinweis gegeben, in welche Richtung meine nächsten Schritte gehen würden. So war es eine klare Sache für mich an einem Wochenende mit Reiki mit Mary McFadyen teilzunehmen obwohl ich das Wort „Reiki“ nie zuvor gehört hatte und „Energie“ nur ein Wort für mich war.
In jenem Frühjahr 1982 fing ich mit dem Ersten Grad in Reiki an, und bis heute bin ich mit Reiki geblieben. Natürlich habe ich auch andere Techniken der Energie- oder Körperarbeit gelernt und praktiziert, auch etwas Wissen über Anatomie und das chinesische System der Meridiane mir angeeignet.
Dadurch hat sich mir der Zugang zu meinem ureigenen inneren Wissen er-öffnet.
Zuerst waren es meine Hände, die durch wachsende Sensibilität mehr und mehr, besser und besser wußten, wie sie sich bewegen wollten, wo und wie sie das Körper/Energie/System eines anderen Menschen berühren wollten.
Allmählich konnte ich meinen Händen mehr und mehr vertrauen, ihnen mehr Freiheit gewähren und dabei gleichzeitig meine inneren Kommentare zulas-sen. Da war das Echo aus Schulzeiten in meinem Unterbewußten, das mir meistens sagte, daß ich etwas nicht richtig, nicht gut machte. Da war aber auch – ganz neu – ein Verstehen von einer höheren Ebene meines Bewußt-seins, wo – AHA! – alles klar und einsichtig war.
So konnte ich allmählich meiner Intuition mehr vertrauen und sie auch im Hand eln im täglichen Leben mehr zulassen. Von der Gehirnforschung lernte ich zu verstehen, daß wir zwei Hemisphären haben: Die linke Seite des Gehirns benutzen wir zum rationalen Denken, zum aktiven Handeln, zum nach Außen-Gehen. Die rechte Gehirnhälfte ermöglicht uns intuitives Wissen, Rezeptiv-Sein und nach Innen-Entspannen. Von Osho hörte ich, daß wir nur einen Teil der linken Hälfte zu benutzen gelernt haben, daß meistens beide Seiten keine Verbindung mehr haben und daß Meditation wieder verbinden und integrieren kann. Für meinen persönlichen Prozeß bedeutete dies, daß ich Ganz-Sein nicht mehr außen suchte, sondern als eine innere Dimension zu verstehen begann.
Reiki als Technik des Handauflegens ist für mich immer der grundlegende Teil meiner Arbeit mit anderen gewesen. Es ist die einfachste und natür-lichste Technik, die ich kenne, nicht vom Tun kommend, sondern vom Geschehenlassen. Im Laufe der vielen Jahre meines Praktizierens hat auch mein gesamtes Leben eine Wendung vom Tun und „Müssen“ zum Fließen-lassen und „Erlauben“ genommen.
Im Laufe dieser Jahre habe ich während bestimmter Phasen auch andere “Energie-Vermittler„ in die Reiki-Arbeit einfließen lassen. So wurde ich angeleitet, die Qualitäten von verschiedenen Steinen zu integrieren, dann auch Kristalle mit ihrer klaren Kraft einzusetzen ... bis diese Qualitäten in mir selbst erwacht und aktiviert waren, als Aspekte meiner Selbst. Das heißt, daß mein inneres Potential mehr an die Oberfläche und in mein Bewußtsein kam. Erinnerungen, Erfahrungen, gelerntes Wissen – von diesem und anderen Leben – wurden leichter zugänglich. Beispielsweise wurde mit dem Erwachen und Entfachen der Feuer-Energie in mir auch meine Freude am Malen und mein Talent dazu freigesetzt.
Während einer anderen Phase meiner Arbeit kamen verstärkt Töne zu mir, die in mir anfingen zu schwingen und die als Klang in mir Raum schaffen konnten. Diese Klangschwingungen ließ ich während meiner Reiki-Sitzungen auch in den anderen Körper fließen – zum Raum-Schaffen, zum Schwingen-Lassen. Aura Soma half mir in ganz subtiler Weise, die inneren Farben zu bereichern und zu aktivieren. Die Blütenessenzen von Dr. Bach und anderen Sammlungen waren mir selbst immer hilfreiche Begleiter. Auch sie wurden oft ein Teil meiner Empfehlungen, wenn es bei anderen um die feinstofflichen inneren Veränderungen ging.
Nachdem ich sieben Jahre in Einzelsitzungen meine Erfahrungen gesammelt hatte, erhielt ich die Reikimeister-Ausbildung – auch wieder von Mary McFadyen (im Januar 1989). Danach habe ich viele Jahre in der Osho Kommune in Pune / Indien gelebt und gearbeitet – neun volle Jahre (von 1989 bis 1998) in der Mysterienschule mit Reiki. Am ersten Tag meiner ersten Reiki-Gruppe erhielt ich von Osho die Nachricht: “Von nun an nennst du es Osho Neo-Reiki.“ Das war ein großer Moment für mich. Wie konnte ich in diesen Namen hineinwachsen? Wie sollte ich ihn füllen? Was war mein ganz persönliches Lied in dieser Existenz?
Ja, so frage ich mich auch heute wieder: Was ist mein ganz individueller Beitrag im großen Orchester der Reiki-Praktizierenden?
Ich respektiere den Rahmen, den die Tradition zu mir brachte:
Im Osho Neo-Reiki , wie es von mir präsentiert wird, gibt es
- die Einweihungen in den Ersten Grad (vier),
- den Zweiten Grad (drei),
- den Meistertitel (eine).
Das Wochenende eines Ersten Grades beginnt mit einer Einführung zum Thema „Energie“ und der Geschichte von Reiki, mit Hinweisen auf die aktuellen Strömungen. Die rund 20 Grundpositionen für eine Fremdbe-handlung und sieben Positionen für die Eigenbehandlung (entsprechend den sieben Energiezentren im Körper) werden gezeigt und praktiziert.
Außerdem wird eine Kurzbehandlung zum Harmonisieren dieser Energie-zentren (Chakren) und deren Lage im Körper gelehrt. Zusätzlich gibt es erste Erläuterungen zu den verschiedenen Qualitäten der Chakren und ihrem mög-lichen Ausdruck in der Persönlichkeit.
Grundlegende Hinweise zum Thema „Krankheit und Heilung“ können helfen, mehr Licht und Verständnis in die einem Symptom zugrunde-liegenden Emotionen oder Denkmuster zu bringen.
Eine Einführung in die Osho Kundalini und Dynamische Meditation gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, den Effekt dieser aktiven Meditationstechni-ken zu erfahren und diese vielleicht später zu praktizieren, wenn beispiels-weise alte Emotionen wie gestaute Wut sich auflösen wollen.
An einem Wochenende mit dem Zweiten Grad gibt es ausführliche Anleitungen zum Praktizieren der Reiki-Symbole, wie sie von Mrs. Takata am Mary McFadyen gegeben worden waren.
In meinem persönlichen Verständnis bewirkt das erste Symbol ein Verstärken der zu gebenden Energie; und es erweckt mein eigenes Potenzial an kraftvoller (Feuer-)Energie.
Das zweite Symbol führe ich zur spezifischen Geistheilung (d.h. Heilung durch die Ebenen des Geistes) ein. Wie mich die Tradition lehrte, schafft es im Empfänger eine Brücke zwischen dem normalen Verstand und den unter- und überbewußten Schichten; in mir selbst bewirkt es ein klareres Wahr-nehmen dieser Bewußtseinsebenen. Zum besseren Verständnis präsentiere ich Osho´s Modell der Sieben Bewußtseins-Ebenen.
Das dritte Symbol lehrt uns, wie wir anderen Reiki-Fernheilung geben können; und wie man mehr Bewußtsein entwickeln kann beim Projezieren von Energien oder Emotionen auf andere Personen.
Die Ausbildung zum Meister , der unterrichten und andere einweihen kann, erfolgt nach einer angemessenen Zeit des Praktizierens als ein Prozess von drei Tagen.
Aus meinen Erfahrungen mit den Reiki-Techniken, den inspirierenden Ein-sichten von Osho, den Beobachtungen in meinem persönlichen Prozeß und in der Transformation meiner vielen Reisegefährten, habe ich in Pune die „ Trainings in Metaphysischer Energiearbeit“ entwickelt. Sie stehen jedem offen, der einen entsprechenden Reikigrad (oder eine ähnliche Ausbildung) erhalten hat.
Das Training in Metaphysischer Energiearbeit 1
(„Re-gaining Self-Love“) bietet den Teilnehmern Strukturen an, durch die das Wahrnehmen und Ausdehnen des spirituellen Herz-Raumes geweckt und gefördert wird. Erste Erfahrungen im „Lesen“ von Energien eines anderen zeigen die Unterschie-de zwischen der Wahrnehmung vom Kopf und der vom Herzen. Die Sensibi-lität für die Energiezentren wird trainiert, und die Rolle des Therapeuten oder des Heilers wird erforscht.
Im Training Metaphysischer Energiearbeit 2
(„Re-gaining Strength“) wird der individuelle Gebrauch der Symbol-Techniken des zweiten Grades experimentell verglichen, um uns bewusster werden zu lassen, was in uns selbst feinstofflich geschieht (z.B. ob wir vom „Dritten Auge“ aus senden oder ob wir Herz-Energie fließen lassen). Spezielle Aufmerksamkeit wird den Möglichkeiten gegeben, wie wir Reiki in spezifischen Situationen einsetzen können. Das Wahrnehmen der Energiekörper wird trainiert, und die kreative Energie des Herzens erweitert sich.
Das Training in Metaphysischer Energiearbeit 3
(„Re-gaining Dignity“) vertieft und erweitert die Fähigkeiten zur Wahrnehmung der feinstofflichen Vorgänge in uns selbst und bezüglich der Klienten. Erste Experimente mit operativen Methoden der Energiearbeit können Türen der inneren Wahr-nehmung öffnen. Erforscht werden auch unsere inneren Haltungen und Identifikationen , wie der „Helfer“, der „Heiler“, der „Meister“.
Inzwischen habe ich meinen Wohnsitz, meine Lebensbasis, wieder nach Europa verlegt, werde auch von hier aus weiterhin reisen mit den Trainings, mit Ausstellungen meiner Energie-Gemälde.
Kontakt:
Email: oshoneoreiki@clix.pt
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